The Fishermen Sleep
Gedichte, zweisprachig, mit Übersetzungen von Jenny Williams;
Arc Publications 2005, ISBN 1-904614-20-5, 13 Euro.

„Nördlichkeit, Eis, winterliche Bedingungen geben dem Werk eine besondere meditative Schönheit und Innigkeit. Ihre Stimmung ist manchmal friedlich, manchmal dunkel, oft an der Grenze zum Alleinsein, in dem Frieden die Stimmung nicht genau trifft. Aber es liest sich nie als das Alleinsein von Unverbundenheit. Ihr Thema ist oft Liebe. Wo man sie finden kann. Wie man sie trifft. Auf was man verzichten muß, um sie zu bewahren. Wie man ihr Gewicht und ihren Verrat erträgt – oder nicht. Die Dichterin ist zentral, jedoch nicht egozentrisch, und das ist bezeichnend. In der besten lyrischen Dichtung gibt es keine Egozentrik, obwohl das Ich mit den primären Bedürfnissen und der Symmetrie von Liebe erforscht wird, die oft als das vorherrschende Thema erscheinen.“

„Die schlichte Sprache der Dichterin führt die LeserInnen direkt in eine Erfahrungsdimension, die kreativ und herausfordernd ist. Dies sind auf philosophischem und psychologischem Niveau keine ‚leichten’ Gedichte. Noch sind sie Liebesgedichte per se, so wie Gedichte einer verbrauchten Landschaft. Die Dichterin, so hat man das Gefühl, liebt die Schönheit selbst, und jedes Gedicht ist als eine Art Gefäß geschaffen, das die Schönheit bewahrt.“ (Mary O’ Donnell, Dublin 2005)

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